Unternehmensbewertung

Unternehmen haben keinen über den Markt festgestellten Preis. Das gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für börsennotierte Unternehmen – denn an der Börse werden teilweise nur Minderheitsanteile gehandelt. Eine Unternehmensbewertung wird deshalb z.B. beim Unternehmensverkauf, Unternehmenskauf, Verschmelzung, Kreditaufnahme oder gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen erforderlich. Durch die Erbschaftsteuerreform ist ein weiteres bedeutendes Einsatzgebiet für die steuerrechtliche Unternehmensbewertung eröffnet worden.

 

Eine hohe Eigenkapitalquote in der Unternehmensbilanz ist eine gute Voraussetzung für einen hohen Unternehmenswert. Eine Ableitung des Unternehmenswertes daraus ist allerdings nicht möglich. Der Eigenkapitalbestand der Bilanz vermittelt bestenfalls einen Eindruck von der Unternehmensentwicklung in der Vergangenheit und gibt Hinweise auf einen möglichen Liquidationswert. Der Fortführungswert eines Unternehmens leitet sich dagegen aus dessen Fähigkeit ab, in der Zukunft Gewinne und Liquiditätsüberschüsse zu erwirtschaften. Damit ist die Unternehmensbewertung in hohem Maße prognoseorientiert.

 

Aus einer Unternehmensplanung werden die in der Zukunft erwarteten Gewinne abgeleitet. Eine gute Performance in der Vergangenheit erhöht das Vertrauen in die Planung. Ertragswertverfahren und Discounted Cash Flow Verfahren sind die gängigen Methoden, um das zukünftige Gewinnpotential von Unternehmen zu bewerten. Multiplikatorverfahren können als Näherungsrechnungen für eine erste Preisschätzung Verwendung finden.

 

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